Die Auftritte

Seit der Gründung Anfang der 80er hatten wir als Band unzählige Auftritte.
Highlights waren Wir spielen auf Anfrage auch für Euch: Konzerte, auf Euren Jubiläen aller Art, Vernissagen, Themenabenden.

Sprecht uns an (siehe Impressum).



Auftritt am 03.05.2019 in der Ebene 3 im K3 in Heilbronn


Fotografin: Claudia Reustle, die uns die Bilder dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat.


Max inmitten zweier Ulis

Aufgepasst, Hem macht eine klare Ansage

Von hier kommen die tiefen Töne ...

Wie Galina immer den richtigen Knopf findet?

aufeinander abgestimmt: 5 Finger und 5 Saiten





Pressetexte

Der weiche Glanz von altem Silber

Ein Mädchen geht zum ersten Mal zum Tanz. Erwartungsfroh und doch verhalten schlendert sie in Moll durch die Straßen ihrer Stadt, tritt ein in den Ballroom, lässt sich anstecken von der ausgelassenen Dur-Stimmung, mischt sich schließlich zwischen die Tanzenden.
Merkwürdigerweise merkt man, dass die Melodie von einem schottischen Mädchen erzählt und nicht von einem irischen. So stark sie auch ist, die Verwandtschaft zwischen dem irischen und dem schottischen Folk, es sind doch zwei Familien, deren unterschiedliche Geschichte zu unterschiedlicher Ausformung ihrer Musik führte. Zwei Musikfamilien, die sich auf eine keltische Vergangenheit berufen und denen es nicht an Temperament, Ausgelassenheit und auch Trauer fehlt. Aber schottischer Folk ist zuweilen herber, zielstrebiger, kämpferischer als der irische, so als spiegele sich in der Musik noch immer, was man den Hochland-Clans längst vergangener Zeiten nachsagte: «Entweder sie kämpfen mit den Engländern, oder sie bringen sich gegenseitig um.»
Die Verspieltheit, Verantwortungslosigkeit und Geigensehnsucht der Musik der grünen Insel und Trotz und Selbstbewusstsein der Musik der Highlands und weitere Gefühlschattierungen, an denen der Folk so reich ist, konnte man am Samstagabend genießen. In Lauffens Pub, beim traditionellen Märzkonzert der Gruppe Weißdorn. In weiser Voraussicht hatte Phoenix-Wirt Klaus Rüsenberg das Konzert in den Vogtshofkeller verlegt. Der Pub hätte den Andrang der zahlreichen Zuhörer nicht zu fassen vermocht und auch der Gewölbekeller kam an seine Grenzen. «Es werden immer mehr, die zum Weißdorn-Konzert kommen» , sagte er.
Das mag daran liegen, dass die Unterländer Band immer besser wird. Ein Tanz von den Shetland-Inseln. Schnell. So schnell. Aus der Geige löst sich ein Schwarm wütender Hornissen, die emsig eine Botschaft in den dunklen Regenhimmel sticheln. Und andächtig begleitet das Publikum die Band auf einen musikalischen Morgenspaziergang zum Archer’s Seat, beobachtet verzückt, wie Edinburgh, übergossen vom frühen Licht, langsam erwacht. Immer war es spürbar, in der Musik von Weißdorn: dieses spezielle, westliche Licht. Wie der weiche Glanz von altem Silber. Es hat sich erhalten, auch wenn die Gruppe in den 15 Jahren ihres Bestehens personelle Veränderungen erfuhr.
Zu Helmut Ehmke, Andreas Schraag und Jürgen Brock von der ursprünglichen Besetzung stießen die Profimusikerinnen Irina Franke mit ihrer Geige und Galina Gregorian mit dem Akkordeon. Und schließlich Maxi Jung, die nicht nur zauberhafte Flötenakzente setzt, sondern auch hervorragende Eigenkompositionen beisteuert. Mit einer sehr originären Note, sie ist schottischer Herkunft.
Die Einigkeit der Musiker, ihre satten, reichen Arrangements, der weiche, kräftige und harmonische Zusammenklang der Männerstimmen, die oft überraschende Auswahl ihrer Stücke, die unerhörte Leichtigkeit und Souveränität, mit der sie auch die schnellsten und kompliziertesten Jigs meisterten, all das fügte sich zum Geschenk einer Sternstunde zusammen, für das sich das Publikum mit stürmischem Applaus bedankte.
Ulrike Maushake im März 2008 für die Heilbronner Stimme